Das Bekenntnis

Pete Banning, ein Mittvierziger, Kriegsheld, wohlsorgender Familienvater, eine Stütze der Methodistengemeinde und angesehener Baumwollfarmer, erschießt eines Morgens den Pfarrer. Er lässt sich widerstandslos festnehmen, verweigert Das Bekenntnis aber beharrlich Angaben zum Motiv. Weder seine Kinder noch die Anwälte schaffen es, sein Schweigen zu brechen. Auch die drohende Todesstrafe ändert nichts an seiner Haltung. Und er wird dann auch tatsächlich hingerichtet. Seine Kinder, Stella und Joel, stehen nach wie vor unter Schock und erst allmählich versuchen sie, ihr normales Leben, ihr Studium wiederaufzunehmen. Die Mutter Liza ist schon seit Monaten in einer psychiatrischen Anstalt. Die Witwe des Pfarrers tut sich nun mit einem dubiosen Anwalt zusammen, den sie bald heiratet, und gemeinsam verklagen sie die Bannings auf Schadenersatz. In der Folge kommt es zu mehreren Aufsehen erregenden Prozessen über alle Instanzen. Letztlich verlieren die Geschwister Land, Haus, Vermögen, zumindest, das, was nicht beiseitegeschafft werden konnte. Liza Banning flüchtet eines Tages aus der Anstalt, gelangt in ihr altes Zuhause und erzählt ihrer Schwägerin Florry, bevor sie sich das Leben nimmt, was damals passiert war. - Die Geschichte dreht sich von Anfang bis Ende um das nicht zu erklärende Tatmotiv von Pete Banning. Dafür ist das Buch mit 590 Seiten dann doch zu lang geraten. Der latent spannende in einfacher Sprache gehaltene Roman liest sich aber flüssig und leicht. Der Autor hat schon spannendere und eingängigere Romane geliefert. Für Freunde des Autors dürfte die Geschichte aber sicher interessant sein. (Übers.: Kristina Dorn-Ruhl, Bea Reiter und Imke Walsh-Araya).

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Bekenntnis

Das Bekenntnis

John Grisham
Heyne (2019)

591 S.
fest geb.

MedienNr.: 912615
ISBN 978-3-453-27213-2
9783453272132
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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