Kein Schutz - nirgends

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht wie im Jahr 2016, die Hälfte davon Frauen. Aber wo sind sie? Das Buch räumt mit Vorurteilen auf, die vor allem in sozialen Netzwerken bequemen Anklang finden. Seve, Jesidin und Mutter Kein Schutz - nirgends dreier Kinder, berichtet in einem Gespräch von ihrer Vergangenheit, ihren Hoffnungen, der Angst um ihre Kinder, um ihren Mann, den sie schon lange nicht mehr gesehen hat. Sie zeichnet ein bedrückendes Bild vom Grauen des Bürgerkrieges in ihrem Heimatland, von ermordeten Söhnen und Männern und verschleppten Töchtern, deren Schicksal Gefangenschaft und Pein sind, wo Rechtlosigkeit Alltag ist. Was bleibt, ist die beklemmende Erkenntnis, dass diese bewegenden Schicksale vor den Toren Europas stranden und doch alles andere als sicher sind. Ein Umstand, der so wenig in dieses Jahrhundert der aufgeklärten Menschheit passt. Die Fernsehjournalistin von Welser hat die Frauen und ihre Kinder auf der Flucht, in den Lagern getroffen und ihre Geschichte aufgeschrieben. Sie verdient ihre Aufmerksamkeit, um zu verstehen, warum so viele sich auf den gefahrvollen Weg nach Europa machen. - Allen Büchereien empfohlen.

Daisy Liebau

Daisy Liebau

rezensiert für den Borromäusverein.

Kein Schutz - nirgends

Kein Schutz - nirgends

Maria von Welser
Ludwig (2016)

300, [12] S. : Ill. (farb.)
kt.

MedienNr.: 586082
ISBN 978-3-453-28080-9
9783453280809
ca. 17,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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