Mit nackten Händen

Eine "Romeo & (reife) Julia"-Geschichte, wie sie so oder ähnlich schon oft literarisch beschrieben ist: Eine nicht mehr ganz junge Frau lässt sich mit einem sehr jungen Mann, einem Jüngling, auf eine Liebesgeschichte Mit nackten Händen ein. Zwar zu ihrer beiderseitigen Freude - aber natürlich nicht, ohne die gesellschaftlichen Normen und nahestehende Menschen zu verletzen. Wie jedoch die Autorin das beschreibt, wie sie ihre Protagonistin Emma Schritt für Schritt den Hintergrund ihrer ganzen Affäre dem Leser erzählen lässt, das ist einfach nur wunderbar und lesenswert. Mit ganz klaren, einfachen Sätzen schafft sie es, Aussagen und Lebenswahrheiten zu formulieren, so dass man nach keiner weiteren Erklärung mehr verlangt, jeder Blickpunkt wird sauber ausgeleuchtet. So gelingt es, auf nur 155 Seiten eine Tiefe zu erreichen, die selten ist. Falsche Entscheidungen, Fragen nach Schuld, Reue, Verzicht und als Dreingabe eine - fast möchte man sagen gerechte - persönliche Rache lassen uns nachdenklich, aber auch bewegt und ein bisschen amüsiert zurück. - Ein Roman, wie geschaffen für ein paar Stunden, die nur einem selbst gehören. (Übers.: Patricia Klobusiczky)

Christina Bartel

Christina Bartel

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Mit nackten Händen

Mit nackten Händen

Simonetta Greggio
Diana-Verl. (2011)

159 S.
fest geb.

MedienNr.: 339393
ISBN 978-3-453-29099-0
9783453290990
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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