SoKo Heidefieber

Eine Serie von Morden versetzt die Regionalkrimi-Szene in Angst und Schrecken: Ein Unbekannter meuchelt überall im deutschsprachigen Raum der Reihe nach Autorinnen und Autoren, vorzugsweise von Werken, die - nun ja - literarisch bestenfalls SoKo Heidefieber nur mittelmäßig überzeugen können. Dabei wendet er jeweils einen besonders abstrusen Tathergang an, welcher vom jeweiligen Opfer selbst ersonnen wurde. Und was hat das mit einem auf dem Balkan spurlos verschwundenen weiteren Schriftsteller zu tun? Ein Kripo-Gespann aus Uelzen macht sich auf die Suche nach der Lösung. - Welche/r Krimirezensent/in hat sich bei einem der (leider allzu vielen) schlechten Regionalkrimis nicht schon mal so etwas gewünscht ... - Hier nimmt der Autor genüsslich so ziemlich jedes Klischee auf die Schippe, das jemals in einem Regionalkrimi Verwendung fand - und heraus kommt ein kurzweilig zu lesendes Buch, das mit dem Interessenkreis "Krimi" wohl dann doch nur recht unzureichend zu beschreiben ist - vielleicht eher "Regionalkrimi-Parodie"?

Thomas Oberholthaus

Thomas Oberholthaus

rezensiert für den Borromäusverein.

SoKo Heidefieber

SoKo Heidefieber

Gerhard Henschel
Hoffmann und Campe (2020)

283 Seiten
kt.

MedienNr.: 946317
ISBN 978-3-455-00833-3
9783455008333
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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