Todesgut

Daisy Hubbard, Genforscherin in Boston, hat nur ein einziges Ziel: ein Mittel gegen die tödliche Erbkrankheit "Stier-Zellar" zu finden, die den Halbbruder der Geschwister Hubbard schon im Kindesalter das Leben kostete. Plötzlich Todesgut bekommt sie einen Anruf von ihrer Mutter, dass ihre schizophrene Schwester Anna verschwunden ist. Sofort fliegt Daisy nach Los Angeles, wo Anna gelebt hat. Die Polizei verhaftet Gaines, den Mann, der mit Anna zuletzt gesehen wurde. Gaines verspricht, den Detective Jack Makowski und Daisy, die sich mittlerweile ineinander verliebt haben, zu der Leiche von Anna zu führen. Doch die Tote ist nicht Anna. Gaines führt sie zur Leiche einer weiteren vermissten Person. Was bezweckt der psychopathische Mörder mit seinem Katz- und Maus-Spiel? Der Schlüssel zur Lösung liegt bei der todbringenden Erbkrankheit "Stier-Zellar". - Alice Blanchard setzt sich in ihrem drittem Roman (vgl. BP 00/140, 05/171) engagiert mit den Themen Gen-Therapie und sexueller Missbrauch in der Familie auseinander. Die Autorin schafft sich mit dem Genre des Thrillers den idealen Rahmen für das, was sie über ihre Figuren erzählen will, bleibt diesmal allerdings im fachlichen Bereich ungewohnt oberflächlich und die Liebesgeschichte wirkt etwas aufgesetzt. Insgesamt ein spannender Medizin-Thriller, überall einsetzbar. (Übers.: Rudolf Hermstein)

Günther Freund

Günther Freund

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Todesgut

Todesgut

Alice Blanchard
Hoffmann und Campe (2006)

414 S.
fest geb.

MedienNr.: 259104
ISBN 978-3-455-40009-0
9783455400090
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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