Betteln, Borgen, Stehlen

Eigentlich müsste der Untertitel des Buches lauten: "Aus dem Leben eines jüdischen Schriftstellers in New York". Denn seine Religion und die Einwanderungsgeschichte seiner Familie spielen eine wichtige Rolle in den gesammelten Betteln, Borgen, Stehlen Prosastücken, die Michael Greenberg, Kolumnist des Times Literary Supplement, in diesem Band vorlegt. Er beschreibt darin den steinigen Weg vom Sohn eines Schrotthändlers zum Berufsschriftsteller. Dass das Schreiben seine Berufung ist, ist Greenberg früh klar. Doch dafür muss er viel auf sich nehmen. Bevor er wirklich von seiner Schriftstellerei leben kann, schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs herum, teilt sich seine Wohnung mit Ratten und übernimmt viele Auftragsarbeiten als Autor. Michael Greenberg beschreibt diese schwierigen Stationen seiner Karriere mit entwaffnender Offenheit, aber auch mit dem nostalgischen Weichzeichner großen zeitlichen Abstands. Vor allem betrachtet er das Elend seiner jungen Jahre mit einem humorvollen Augenzwinkern. So bestechen die vielen kurzen Anekdoten mit Witz und Leichtigkeit und liefern doch ein authentisches Bild eines wenig begünstigten Lebens in der großen Stadt New York.

Rebecca Taubach

Rebecca Taubach

rezensiert für den Borromäusverein.

Betteln, Borgen, Stehlen

Betteln, Borgen, Stehlen

Michael Greenberg
Hoffmann und Campe (2010)

223 S.
fest geb.

MedienNr.: 565171
ISBN 978-3-455-40264-3
9783455402643
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Li
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