Liebste Tess

Schon als Bee die Nachricht hörte, war ihr klar, es konnte nicht wahr sein: Tess hätte sich nie umgebracht! Doch als sie nach London kommt, den Leichnam mit den aufgeschnittenen Pulsadern sieht und plötzlich erfährt, ihre Schwester Liebste Tess hätte ihr Kind, Ergebnis einer Affäre mit ihrem verheirateten Dozenten an der Uni, heimlich entbunden und dabei verloren, gerät ihre Überzeugung immer mehr ins Wanken. Dennoch beginnt sie auf eigene Faust nachzuforschen. Dabei erfährt sie nicht nur Dinge, die ihr Bild über ihre Schwester revidieren. Was ist dran an den Gerüchten um ihre angeblich postnatale Psychose? Hatte sie tatsächlich an einer Studie teilgenommen, die ihr an Mukoviszidose erkranktes Kind schon im Mutterleib heilen sollte? Bee stößt auf immer mehr Rätsel, und während sie bei der Polizei mit ihren Erkenntnissen auf taube Ohren stößt, verwickelt sie sich zunehmend in die Stricke einer verhängnisvollen Falle ... - Fesselnd, einfühlsam und wortgewandt zieht Rosamund Lupton den Leser beinah in die Ermittlungen hinein. In der ungewöhnlichen Form eines langen Abschiedsbriefes gelingt es ihr dabei, verschiedene Textformen, E-Mails, Briefe, Rückblicke und Erinnerungen, miteinander auf eine spannende, abwechslungsreiche Weise zu verbinden, welche den gefühlvollen und doch schwer durchschaubaren Krimi zu einem echten Lesevergnügen machen. (Übers.: Barbara Christ)

Sonja Schmid

Sonja Schmid

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Liebste Tess

Liebste Tess

Rosamund Lupton
Hoffmann und Campe (2010)

383 S.
fest geb.

MedienNr.: 334499
ISBN 978-3-455-40284-1
9783455402841
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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