Das geraubte Kind

Der aus der Mongolei stammende und auf Deutsch schreibende Autor legt hier erneut eine Geschichte aus seiner Heimat vor. In der alten Legende geht es um das Schicksal eines Kindes, das eines Tages von Fremden entführt und nach China Das geraubte Kind gebracht wird, um dort zum neuen Führer seines Stammes ausgebildet zu werden. So lernt der kleine Hynndynn ein völlig neues Leben kennen. Unter strenger Aufsicht wird er mit allem Wissen versorgt, das ein Stammesfürst braucht, nicht zu vergessen, die enge Beziehung zur chinesischen Obrigkeit. Nach jahrelanger Ausbildung kehrt er in seine Heimat zurück, wird dort wie ein Gott verehrt, versteht es aber geschickt, die von ihm verlangte Unterwürfigkeit und Abhängigkeit gegenüber China zu vermeiden. - Galsan Tschinag gelingt es auch in seinem neuesten Roman, ein anschauliches beeindruckendes Bild der Kultur, Gebräuche und Lebensweise seines Volkes zu zeichnen. Sehr empfohlen.

Wilfried Funke

Wilfried Funke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das geraubte Kind

Das geraubte Kind

Galsan Tschinag
Insel-Verl. (2004)

318 S.
fest geb.

MedienNr.: 209422
ISBN 978-3-458-17184-3
9783458171843
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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