Leyla

Halid, Tschetschene, gebietet als brutaler Tyrann über seine fünf Kinder und seine armenische Frau. Er betrügt und demütigt sie, weil sie von Soldaten vergewaltigt wurde. Die Familie lebt im armen, rückständigen Osten der Türkei. Leyla Hier herrscht der Aberglaube, die Männer haben im Kaffeehaus das Sagen und die Heiratsvermittlerin geht im Hamam auf Brautschau. Leyla verachtet ihren Vater, der nach seiner Entlassung bei der Bahn windige Geschäfte macht und straffällig wird. Mut geben ihr die Schule und ihre unabhängige kurdische Freundin. Mit der Übersiedlung nach Istanbul beginnt der Zerfall der Familie: Die Söhne studieren und entgleiten dem Vater, Leyla heiratet gegen den Willen ihres Vaters. Sie bekommt einen Sohn und bietet ihrem Mann Paroli. Nach Halids Tod folgt Leyla ihrem Mann gemeinsam mit ihrer Mutter nach Berlin, wo sie sich ein freieres Leben erhoffen. Eine eindringliche, unbequeme Familiengeschichte und ein großer sozialkritischer Roman - für alle Bestände ein Gewinn.

Leyla

Leyla

Feridun Zaimoglu
Kiepenheuer & Witsch (2006)

524 S.
fest geb.

MedienNr.: 550540
ISBN 978-3-462-03696-1
9783462036961
ca. 22,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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