Das Löwenmädchen

Im Winter des Jahres 1912 ereignet sich in einem norwegischen Dorf eine medizinische Sensation. Ein kleines Mädchen wird geboren, dessen Körper über und über mit feinem hellblondem Haar bedeckt ist. Da ihre Mutter bei der Geburt Das Löwenmädchen stirbt, wird Eva Arctander, so der Name des Mädchens, einer Amme übergeben. Ihr Vater, der Stationsvorsteher Arctander, schämt sich für die Andersartigkeit seiner Tochter und schottet sie von der Außenwelt ab. Erst als sie in die Schule kommt, kann Eva sich langsam aus der Enge ihrer Isolation befreien. Doch der Kontakt mit ihren Mitmenschen gestaltet sich schwierig. Kinder wie Erwachsene begegnen ihr mit Spott, Ablehnung und Befremden. Die wenigen Menschen, die vorurteilsfrei mit ihr umgehen, erkennen jedoch schnell, welch einfühlsamer und hochintelligenter Mensch sich unter dem Fell verbirgt. Der Roman stellt in berührender und nachdenklich machender Weise die Frage nach dem Umgang mit Andersartigen, nach Toleranz und der Freiheit des Einzelnen, sich in der Gemeinschaft individuell zu entfalten. Ein Porträt einer außergewöhnlichen jungen Frau, die trotz aller Widrigkeiten die Kraft findet, ihren eigenen Weg zu gehen. Empfehlenswert schon für Jugendliche ab etwa 14 Jahren. (Übers.: Hinrich Schmidt-Henkel)

Rebecca Taubach

Rebecca Taubach

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Löwenmädchen

Das Löwenmädchen

Erik Fosnes Hansen
Kiepenheuer & Witsch (2008)

395 S.
fest geb.

MedienNr.: 557718
ISBN 978-3-462-03973-3
9783462039733
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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