Die Liebe der Väter

Als Annika zwei Jahre alt ist, trennt Peter sich von ihrer Mutter Ines. Seitdem wird Annika im elterlichen Kampf um Zeit und Zuneigung förmlich zerrissen. Vor allem Ines benutzt Annika als Waffe gegen ihren ehemaligen Liebhaber und Die Liebe der Väter verweigert Peter das Zusammensein mit seiner Tochter. Umso erstaunter ist er, als sie einverstanden ist, dass er mit der inzwischen dreizehnjährigen Annika einen Silvesterurlaub auf Sylt verbringt. Als Kind hat er dort oft mit seiner Mutter den Sommer verbracht. Die Erinnerungen an diese Zeit versucht er mit Annika zu teilen, um so eine neue Beziehung zu ihr aufzubauen. In der Silvesternacht jedoch laufen die Dinge aus dem Ruder und die Vater-Tochter-Liebe steht auf der Kippe ... - Geschickt wählt Thomas Hettche die Zeit zwischen den Jahren und Annikas Alter zwischen Kind- und Erwachsensein als Rahmen für eine Beziehung im Umbruch. Der Roman ist konsequent aus der Ich-Perspektive Peters geschrieben und spielt auf verschiedenen zeitlichen Ebenen, zwischen denen Hettche häufig und mit spielerischer Leichtigkeit wechselt. So erzählt er einfühlsam und sehr berührend von der Not "verlassener" Väter, die um die Rechte an ihren Kindern und ihre Rolle in deren Leben beständig kämpfen müssen.

Rebecca Taubach

Rebecca Taubach

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Liebe der Väter

Die Liebe der Väter

Thomas Hettche
Kiepenheuer & Witsch (2010)

223 S.
fest geb.

MedienNr.: 565886
ISBN 978-3-462-04187-3
9783462041873
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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