Bretonische Brandung

Drei Leichen sind in den Glenans, einer kleinen Inselgruppe vor der bretonischen Küste, angespült worden. Da gerade in dieser zauberhaften Inselwelt immer viele Taucher, Segler und andere Wassersportler unterwegs sind und am Tag Bretonische Brandung vorher ein Sturm tobte, tippt man auf Schiffbruch. Die Blutanalyse ergibt jedoch bei zwei der Leichen eine große Menge Beruhigungsmittel, und von nun an ist klar, dass es sich um einen sehr raffinierten Mord handelt. Die eigenwilligen Ermittlungen des Commissaire Dupin beginnen. - Bannalec erzählt unterhaltsam und mit viel Situationskomik von den Menschen an der bretonischen Küste, die sehr bodenständig und selbstbewusst sind und einen Zugereisten wie den Kommissar auch nach Jahren noch als Außenseiter betrachten, ihn aber ungeachtet seiner kauzigen Art mit Wohlwollen behandeln. Sehr schön gelungen sind dem Autor darüber hinaus die vielen stimmungsvollen Naturbetrachtungen des Archipels, die sich farbig und intensiv vor dem inneren Auge des Lesers immer wieder neu entfalten. In diesem Krimi geht es weniger um Spannungseffekte, dennoch bietet er hervorragende Unterhaltung für viele Leser. Überall sehr empfohlen.

Ulrike Braeckevelt

Ulrike Braeckevelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Bretonische Brandung

Bretonische Brandung

Jean-Luc Bannalec
Kiepenheuer & Witsch (2013)

351 S. : Kt.
kt.

MedienNr.: 376741
ISBN 978-3-462-04496-6
9783462044966
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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