BUH

Haußmann schreibt mit viel Humor, den er sympathisch oft auch auf sich selbst bezieht - wie bereits der Untertitel ahnen lässt. In zahlreichen sehr komischen Episoden kann der Leser hinter Theater- und Filmkulissen blicken. Gleichzeitig BUH wird auf witzige Art ein Stück Zeitgeschichte erzählt - begonnen in den Achtzigerjahren bei Haußmanns Ausbildung an der Schauspielschule Ernst Busch und der anschließenden Tätigkeit an Provinztheatern der DDR bis zu seiner Intendanz in Bochum (1995 bis 2000) und zahlreichen Regiearbeiten (z.B. in Berlin, Salzburg, München oder bei Filmen wie "Sonnenallee"). Begegnungen mit bekannten Schauspielern, Autoren und Regisseuren (wie Frank Castorf, Doris Dörrie, Heiner Müller, Peter Stein, Botho Strauß), aber auch der eigene Alkoholismus und Therapieversuche kommen zum Teil überraschend selbstkritisch zur Sprache. - Die Autobiografie des 1959 geborenen Schauspielers und Regisseurs ist in lockerem Plauderton erzählt und dadurch sehr gut lesbar. Der Ton wird ernsthafter und sehr ehrlich, als es um Krankheit und Sterben des Vaters geht. Immer wiederkehrende Selbstzweifel trotz einiger Erfolge sind zwar in scherzhaftem Ton dargestellt, lassen aber einen ernsteren Hintergrund erkennen. So entgeht das Buch auch der Gefahr, allzu albern und oberflächlich zu wirken. Mit großem Vergnügen zu lesen und sehr empfehlenswert!

BUH

BUH

Leander Haußmann
Kiepenheuer & Witsch (2013)

271 S.
fest geb.

MedienNr.: 574682
ISBN 978-3-462-04531-4
9783462045314
ca. 18,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Mu
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