Die Sache mit Norma

Norma ist besonders. Sie kann riechen, ob jemand lügt oder in welchem physischen oder psychischen Zustand er sich befindet. Außerdem wächst ihr Haar ungewöhnlich schnell, sodass es mehrmals am Tag geschnitten werden muss. In der Die Sache mit Norma Öffentlichkeit trägt sie einen Turban. Der Roman beginnt mit der Beerdigung von Normas Mutter Anita, die Selbstmord begangen hat. Ein Fremder, Max Lambert, spricht Norma nach der Beerdigung an, er sei ein alter Freund ihrer Mutter und wolle ihr helfen, "alles Unschöne aus dem Weg zu räumen". Misstrauisch beginnt Norma, die letzten Monate ihrer Mutter zu recherchieren. Dazu übernimmt sie einen Job im Haarsalon, in dem ihre Mutter gearbeitet hat. Nach und nach findet Norma auch Dinge über ihre eigene rätselhafte Existenz heraus. - Normas Perspektive prägt den Roman der bedeutenden finnischen Autorin Sofi Oksanen (Jg. 1977), doch er ist multiperspektivisch angelegt. So überlagern sich Normas Recherchen mit den Interessen Lamberts und seiner Kinder Alva und Marion, die in die international operierende Mafia um Haarteile und Leihmutterschaft verstrickt sind. - Ein spannender Thriller um den Mythos Haar, mit magischen Elementen und dezent eingestreuter feministischer Sozialkritik. Unbedingt allen Büchereien empfohlen. (Übers.: Stefan Moster)

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Sache mit Norma

Die Sache mit Norma

Sofi Oksanen
Kiepenheuer & Witsch (2017)

347 S.
fest geb.

MedienNr.: 589199
ISBN 978-3-462-04963-3
9783462049633
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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