Aufgetaut

Der erfolglose und ziemlich verpeilte Felix ist mit seiner altklugen 11-jährigen Tochter Maya auf einer Arktis-Kreuzfahrt. Unvermutet treffen sie auf einen Eisblock, in dem eine Frau und ein Mini-Mammut eingefroren sind. Felix holt Aufgetaut seinen Jugendschwarm Amanda an Bord, die ein Cyrogenic-Startup leitet. Sie wittert zunächst ein großes Geschäft, doch als Steinzeitfrau Urga und das kleine Mammut Trö auftauen, verändern sie das Leben der Menschen, denen sie begegnen. Felix und Amanda werden endlich ein Paar und auch Urga, die die sensible Seite des knurrigen, desillusionierten Kapitäns Lovskar anrührt, findet mit ihm ihr Liebesglück. - Es liest sich ganz gefällig, ein bisschen Zivilisationskritik durch die umweltbewusste Maya, die große Suche nach dem Glück, die die bunte Gesellschaft bis nach Bhutan führt, und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Leider hat das Buch einige Schwächen: Die Dialoge der Steinzeitmenschen sind teilweise sehr albern, was in der Häufung durchaus nervig sein kann, Urga hat schnell einen großen Wortschatz, aber ihre Grammatik bleibt fehlerhaft und unverständlich ist, dass die Cryotechnik durchgehend als Cyrotechnik bezeichnet wird. Safier-Fans werden den unterhaltsamen Roman trotzdem mögen, er wird wohl kein Ladenhüter.

Evelin Schmidt

Evelin Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Aufgetaut

Aufgetaut

David Safier
Kindler (2020)

330 Seiten
kt.

MedienNr.: 947387
ISBN 978-3-463-40664-0
9783463406640
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: