Die Ballade von Max und Amelie

Narbe, eine außerhalb der Stadt im Rudel wildlebende Hündin, rettet trotz körperlicher und psychischer Einschränkungen Max, einem Familienhund aus der Stadt, das Leben. Sie überquert mit Max den Fluss, der die Müllkippe von der Die Ballade von Max und Amelie Stadt trennt. Sie machen sich auf den Weg, sein Zuhause wiederzufinden. Aus unterschiedlichen Welten kommend, macht sie das Gefühl, zueinander zu gehören, stark, aber auch verletzlich. Sie retten sich gegenseitig das Leben, immer wieder, treffen auf verschiedene Tiere mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten. Langsam werden die Träume und Gefühle füreinander aus der Nacht im Alltag wahr. Der Duft der Liebe umhüllt beide gleichermaßen, aber immer zu unterschiedlichen Augenblicken. Die Bedrohungen von außen durch andere Tiere oder Menschen, überwinden beide gemeinsam. Als Leser zittern, lachen und weinen wir mit. Es gibt ein Happy End. - Dieser Roman ist spannend und nie langatmig. Die Einschübe aus der Vergangenheit und die damit verbundene Erklärung der Urängste und Verletzungen sind wohlgemeinte Spannungspausen. Der Roman ist nicht oberflächlich, ganz im Gegenteil, er lässt den Leser reflektieren und nachdenken - vor allem den Mut finden, die Liebe wahrzunehmen, zuzulassen und die daraus entstehende Lebenskraft zu spüren. Ist der Weg auch noch so lang und vielleicht nicht sichtbar, aber ganz sicher kommt man zu zweit allem ein Stückchen näher. "Nur wer sein Herz weit öffnet, kann Wunder erleben, das Tapferste tun, wozu ein Wesen in der Lage ist. Lieben. Wenn Du liebst, kannst du jedes Schicksal meistern." Allen Beständen sehr empfohlen!

Thomas Friese

Thomas Friese

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Ballade von Max und Amelie

Die Ballade von Max und Amelie

David Safier
Kindler (2018)

366 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 895232
ISBN 978-3-463-40709-8
9783463407098
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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