Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen

Die Darstellung beginnt mit einer Definition der Begriffe und einigen Zahlen, um sich dann einzelnen Schicksalen von Frauen zuzuwenden, die selbst zu Wort kommen, ohne jedoch Mitleid erregen zu wollen, sondern vielmehr um die Ungerechtigkeiten Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen und Abhängigkeiten anzuprangern und kriminelle Praktiken aufzuzeigen. Ein Kapitel beschäftigt sich mit den Tätern, oft Männern und Frauen, die sich glänzend vor sich selbst und anderen rechtfertigen und in unsere Gesellschaft integriert sind. Letztlich sind es jedoch die Prostitutionskunden, hier wie allgemein üblich "Freier" genannt, die diese Art von Menschenhandel nach wie vor zu einem blühenden Geschäft machen. Das letzte und umfangreichste Kapitel beschäftigt sich mit den Aktivitäten von Solwodi, dem Verband, der sich dieser Frauen annimmt und versucht ihnen zu helfen, ihre schweren Verletzungen zu überwinden und wieder eine lebenswerte Existenz aufzubauen. - Ein bewegender, leicht zu lesender und knapp gehaltener Bericht über ein Thema, das alle angeht und das Engagement vieler braucht.

Lili Aignesberger

Lili Aignesberger

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen

Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen

Lea Ackermann ; Inge Bell ; Barbara Koelges
Kösel (2005)

176 S.
kt.

MedienNr.: 237884
ISBN 978-3-466-30691-6
9783466306916
ca. 15,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: