Für die Kinder dieser Welt

Hermann Gmeiner wurde am 23. Juni 1919 in Allerschwede, Österreich, geboren. Seine Mutter starb, als er fünf Jahre alt war. Den Haushalt der siebenköpfigen Familie führte fortan die ältere Schwester. Hermann fiel wegen seiner Für die Kinder dieser Welt Begabungen auf und wurde auf die höhere Schule geschickt, gefördert durch den örtlichen, katholischen Pfarrer. Als 18-Jähriger zog er in den Krieg. Danach holte er sein Abitur nach und begann Medizin zu studieren, war aber gleichzeitig in der katholischen Jugendarbeit tätig. Als er durch das Physikum fiel, entschied er sich für Pädagogik und widmete sich noch mehr der Jugendarbeit. 1948 wurde er hauptamtlicher Dekanatsjugendführer. 1949 erkannte er, dass die Jugend nach dem Krieg häufig verwaist war und drohte, auf die schiefe Bahn zu geraten. Er hatte die Idee, dies mit einem "Kinderdorf" aufzufangen. Ein Bauunternehmer und ehemalige Kriegskamerad unterstützte ihn tatkräftig. Hermann Gmeiner hatte sehr ausgefallene Ideen, um Spendengelder zu besorgen und fand schnell Freunde und Gönner. Die Kinderdörfer bestanden meistens aus etwa 10 Häusern mit jeweils 10 Kindern und einer "Mutter". Sie sind religiös nicht gebunden und politisch äußerst tolerant, was dazu führte, dass es heute in fast allen Ländern dieser Erde SOS-Kinderdörfer gibt. - Das Buch ist eine ungeschönte Biografie Hermann Gmeiners, was aber dem außerordentlichen Lebenswerk keinen Abbruch tut. Für jede Bücherei bestens geeignet.

Margrit Diekmann

Margrit Diekmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Für die Kinder dieser Welt

Für die Kinder dieser Welt

Claudio J. Honsal
Kösel (2009)

288, [16] S. : Ill. (überw. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 314206
ISBN 978-3-466-30823-1
9783466308231
ca. 17,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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