Der Sternenfänger

Der fröhliche Waisenknabe Michel muss in seinem trostlosen Waisenhaus im französischen Städtchen Selonsville miterleben, wie seine kleine Freundin Eri morgens nicht mehr aufwacht, ins Krankenhaus eingeliefert werden muss und er Der Sternenfänger als Diagnose von den Ärzten für sie "Koma" erfahren muss. Verzweifelt rennt er in der Stadt herum, um Hilfe für sie zu finden, die ihm schließlich eine alte Bettlerin in einem dunklen Säulengang verspricht, wenn er ihr in neun Tagen neun textile Sterne bringe, die er heimlich aus den Kleidern von Mitmenschen geschnitten habe, die eine der neun Arten menschlicher Liebe praktizieren. Michel schafft dies - unter ständigen Gefahren und Verdächtigungen - tatsächlich pünktlich, die weise Alte näht ihm aus diesen sternförmigen Fetzen einen schönen wattegefüllten Stern, mit dem er die gerade noch im Krankenbett schwach den letzten Atemzug auszuhauchen scheinende Eri mit seinen Worten - dem zehnten Geheimnis der Liebe - "Ich liebe dich, Eri" zum gesunden Leben zurückführen kann ... - Diese märchenhafte Legende, deren familiäre Hintergründe einer der spanischen Autoren im Nachwort andeutet, kann die Leser durch ihre optimistische Weltsicht erfreuen und trösten und ist bestimmt auch eine erfreuliche Lektüre in jeder Bücherei. (Übers.: Maria Hoffmann-Darteville)

Georg Bergmeier

Georg Bergmeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Sternenfänger

Der Sternenfänger

Francesc Miralles ; Àlex Rovira
List (2013)

122 S.
fest geb.

MedienNr.: 376639
ISBN 978-3-471-35088-1
9783471350881
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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