Alles, worauf wir hofften

England, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Riley und Nadine (zul. "Eins wollt ich dir noch sagen" (2011), MedienNr. 351215, in BP/mp nicht bespr.) sind frisch verheiratet und wohnen bei Rileys Kriegskameraden Peter Alles, worauf wir hofften und dessen Familie. Die beiden Männer stehen vor der Herausforderung, nach den traumatisierenden Kriegsjahren in ein Alltagsleben zurückzufinden. Riley, dessen Gesicht durch eine Verletzung verunstaltet ist, findet durch die bedingungslose Liebe seiner Ehefrau Rückhalt und die beiden nehmen ihr Leben in die Hand. Die Ehe von Peter hingegen scheint keine Zukunft zu haben. Der Major und Kriegsheld sucht Vergessen im Alkohol, seine Frau muss erst die Familie verlassen, um in der Ferne zu lernen, dass die seelischen Verwundungen ihres Mannes viel Verständnis, Geduld und Zeit zur Heilung brauchen. Nach ihrer Rückkehr scheint sich alles zum Guten zu wenden. Mit kleinen Schritten kommen sich die beiden wieder näher, doch da geschieht eine Tragödie, an der Peter endgültig zu zerbrechen scheint. Es ist Riley, dem es schließlich gelingt, den Freund aufzurütteln und beide stellen sich gemeinsam der Vergangenheit. - Der Krieg ist vorbei und lebt doch weiter in der Seele der Menschen. Die Autorin Louisa Young schreibt in ihrem Roman unsentimental, aber dennoch ergreifend über das Leiden an inneren und äußeren Verletzungen, das (in diesem Fall) durch Freundschaft und Liebe bewältigt werden kann. Auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes ohne Einschränkung für alle Büchereien sehr zu empfehlen. (Übers.: Claudia Feldmann)

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Alles, worauf wir hofften

Alles, worauf wir hofften

Louisa Young
List (2016)

345 S.
fest geb.

MedienNr.: 585492
ISBN 978-3-471-35119-2
9783471351192
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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