Das Buch der Finsternis

Der 13-jährige Buchdruckergehilfe Quirin erhält von seinem Meister den Auftrag, das "Buch der Finsternis" von Kloster Admont (Steiermark) zum Erzbischof nach Salzburg zu bringen. Dass das Buch aus der Klosterbibliothek Das Buch der Finsternis gestohlen wurde und brisante Aufzeichnungen enthält macht den Auftrag nicht leichter. Unterwegs trifft Quirin auf die gleichaltrige, sehr selbstbewusste Anna, die vor ihrer Verheiratung flieht. Gemeinsam machen sie sich auf den beschwerlichen Weg durch die Berge, abseits der großen Handelswege, verstecken sich vor Verfolgern und zweifeln, wem sie sich anvertrauen können. Die Geschichte ist spannend erzählt und leicht zu lesen. Wichtige Ereignisse des zu Ende gehenden 15. Jh. bilden den Hintergrund des Abenteuers, etwa die technische Entwicklung der Buchdruckerei oder Überfälle der Türken. Diese Elemente tragen zur Spannung bei und verhindern eine allzu starke Romantisierung der Zeit, wie beispielsweise die eindringliche Schilderung eines ausgestorbenen Bergdorfs, in dem die Pest gewütet hat. Gleichzeitig ist der Roman die Entwicklungsgeschichte des jungen Quirin, der sich anfangs wenig zutraut und seinem Meister völlig ausgeliefert ist, schließlich aber seine Talente erkennt und selbstbewusst die Zukunft plant. Gegen Ende gibt es einige überraschende Wendungen, bevor am Schluss die Guten siegen. Empfohlen für Jugendliche, die spannende Abenteuergeschichten mögen.

Eva Richter

Eva Richter

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Buch der Finsternis

Das Buch der Finsternis

Richard Dübell
Ravensburger Buchverl. (2014)

383 S. : Kt.
fest geb.

MedienNr.: 579498
ISBN 978-3-473-40112-3
9783473401123
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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