Der Kampf mit Gott: Heinrich Heine

Der große deutsche Dichter Heinrich Heine, bekannt für seinen Spott über Religion, Kirche und Pfaffen, hat gegen Ende seines Lebens eine Hinwendung zu Gott vollzogen. Mit dieser überraschenden "Kehrtwende" setzt sich Der Kampf mit Gott: Heinrich Heine der Tübinger Theologie-Professor Karl-Josef Kuschel in seinem Buch "Gottes grausamer Spaß? Heinrich Heines Leben mit der Katastrophe" (2002) auseinander. Die gekürzte Fassung liegt nun unter dem Titel "Der Kampf mit Gott: Heinrich Heine" vor. Dieses Buch ist eine übersichtliche Einführung in die Welt des großen deutschen Dichters, Denkers und revolutionären Journalisten. In 50 kurzen Kapiteln wird dem Leser anhand vieler Textausschnitte Heines Suche nach persönlicher und sozialer Wertorientierung vorgestellt. Die Darstellung ist schlüssig und gut zu lesen. Kuschel widersteht der Versuchung, den stets fragenden, zweifelnden, fordernden Heinrich Heine religiös zu vereinnahmen. Geschaffen hat er eine wirklich anregende Einführung in Heines Spätwerk. Schade ist nur, dass ein Stellenregister fehlt. - Dieses Buch gehört in jede Bücherei mit literarisch und philosophisch/religiös interessierten Lesern.

Bernhard Grabmeyer

Bernhard Grabmeyer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Kampf mit Gott: Heinrich Heine

Der Kampf mit Gott: Heinrich Heine

Karl-Josef Kuschel
Patmos (2009)

192 S.
kt.

MedienNr.: 321455
ISBN 978-3-491-72546-1
9783491725461
ca. 16,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Li
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