Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn

Zwanzig Jahre hat es gedauert bis der Sohn die Aufzeichnungen seiner Mutter lesen konnte. Darin erfährt er von ihrer Kindheit, von ihrem Vater, der das Amt des Ministerpräsidenten in Laos bekleidete, und von der späteren Flucht der Familie vor dem Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn laotischen Bürgerkrieg. Bei ihrem Studium in Moskau lernt sie einen jungen deutschen Studenten kennen. Sie beschließen, ihr künftiges Leben gemeinsam zu verbringen, und mit Tricks und der Beihilfe von Freunden gelingt es Téo, in die DDR auszureisen, obwohl ihre Schwester und die laotische Regierung alle Hebel in Bewegung setzen, um dies zu verhindern. Nach dem Abschluss seines Studiums, kehrt der Vater nach Ostberlin zurück und sie beginnen nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den DDR-Behörden ihr gemeinsames Leben. Zwei Söhne werden geboren und die Eltern arbeiten als Wissenschaftler. Die Welt könnte in Ordnung sein, bis es zu einem tragischen Unfall kommt ... - Eine sehr berührende und mit autobiografischen Zügen versehende Schilderung der Lebensumstände in der damaligen DDR. André Kubiczek versteht es, mit großer Distanz die Strukturen des herrschenden Systems darzustellen, und wie die Menschen lernten, damit umzugehen. Ein faszinierendes Buch, allen Büchereien wärmstens zu empfehlen.

Elfriede Bergold

Elfriede Bergold

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn

Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn

André Kubiczek
Piper (2012)

478 S.
fest geb.

MedienNr.: 357578
ISBN 978-3-492-05234-4
9783492052344
ca. 22,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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