Ich bin der letzte Jude

Der Leser sei vorab gewarnt. Er wird dieses Buch mit wachsendem Entsetzen lesen, auch wenn er an "Horrorliteratur" gewöhnt ist. Das Lager Treblinka ist kein Ort, in den man sich einfühlen könnte. Schonungslos direkt und Ich bin der letzte Jude nüchtern beschreibt hier ein Augenzeuge, wie er zehn Monate als Arbeitstier im Todeslager durchlebte - als "Friseur", der den Häftlingen vor der Gaskammer die Haare abschneiden musste, als Leichenträger, als "Dentist", der den Leichen Goldzähne herausbrechen musste... Bei einem Aufstand im Lager gelingt ihm im August 1943 zusammen mit wenigen anderen Häftlingen die Flucht. Der Bericht wurde nach dem Lageraufstand auf der Flucht in jiddischer Sprache niedergeschrieben und später in die Emigration nach Uruguay mitgenommen. Erst jetzt, nach dem Tod des Autors, liegt er als Buch vor. Die deutsche Übersetzung aus dem Französischen besorgte Ulrike Bokelmann mit großer Sorgfalt. Fotos und Materialien sind beigefügt. - Das Buch verdient einen herausragenden Platz unter der Literatur über die Shoa.

Heinrich Halm

Heinrich Halm

rezensiert für den Borromäusverein.

Ich bin der letzte Jude

Ich bin der letzte Jude

Chil Rajchman
Piper (2009)

155, [16] S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 318001
ISBN 978-3-492-05335-8
9783492053358
ca. 16,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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