Magdalena

In dieser autobiografischen Erzählung nähert sich 't Hart dem Leben seiner 2012 im Alter von 92 Jahren verstorbenen Mutter. In den gut 30 Jahren, die sie mit seinem Vater verheiratet war, litt sie an einer völlig unbegründeten Magdalena Magdalena Eifersucht, die sie dazu veranlasste, ihre Kinder als Spione auszusenden. Bis zu ihrem Tod hielt sie an ihrer Überzeugung fest, betrogen worden zu sein. Zwischen den Zeilen lässt 't Hart seine Skepsis an der Liebe der Mutter zu seinem Vater erkennen, da sie kurz nach dem Tod des Vaters ihre einstige Jugendliebe heiratete. Wie in vielen seiner autobiografisch geprägten Werke streift 't Hart wieder altbekannte Themen: So entführt er seine Leser z. B. wieder in seine Heimat Maasluis mit ihren skurrilen Bewohnern. Auch seine calvinistische Erziehung, die von ihm eine buchstabengetreue Befolgung der Gebote verlangte, entlarvt er durch einfache Rechenexempel wie dem, dass Schnecken z. B. 30 Jahre benötigt hätten, um die Arche Noah zu erreichen. - Ein ehrliches, sehr persönliches Buch, das zeigt, dass auch ernsthafte Themen humorvoll erzählt werden können.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Magdalena

Magdalena

Maarten 't Hart ; aus dem Niederländischen von Gregor Seferens
Piper (2016)

Piper ; 31020
314 Seiten
kt.

MedienNr.: 842267
ISBN 978-3-492-31020-8
9783492310208
ca. 11,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL, Bi
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