Katias Mutter

Hedwig Pringsheim war die Tochter der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm, ihr Vater Ernst Dohm war Redakteur des "Kladderadatsch". Ihr erstaunlicher Lebensweg führte sie aus dem liberalen Berliner Elternhaus zu einem Schauspielengagement Katias Mutter am Meininger Theater und von dort aus in die Ehe mit dem vermögenden Mathematik-Professor und Kunstsammler Alfred Pringsheim. Man residierte im noblen Münchner Palais. Tochter Katia Pringsheim ehelichte den aufgehenden Stern am Literaturhimmel: Thomas Mann. 1939 konnten sich die Pringsheims gerade noch vor der nationalsozialistischen Verfolgung in die Schweiz retten. Hedwig Pringsheim war eine große Briefschreiberin und anhand der erhaltenen Reste ihrer witzig-prägnanten Korrespondenz zeichnen die Autoren das Porträt einer ungewöhnlichen Frau aus dem gebildeten Großbürgertum, das mit dem Zweiten Weltkrieg untergegangen ist. Rundum empfehlenswert für historisch interessierte Leser!

Marion Sedelmayer

Marion Sedelmayer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Katias Mutter

Katias Mutter

Inge und Walter Jens
Rowohlt (2005)

285, [24] S. : Ill. (z.T. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 227811
ISBN 978-3-498-03337-8
9783498033378
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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