Poet X

"Ich weiß, was es bedeutet, eine verschlossene Blume zu sein, sich zu öffnen." Die 16-jährige, farbige Xiomara wächst in einem schwierigen Viertel in New York mit einer strenggläubigen Mutter aus der Dominikanischen Republik und Poet X einem schweigsamen Vater auf. Es fällt ihr schwer, sich dem katholischen Glauben und den strengen Erziehungsvorstellungen ihrer Mutter unterzuordnen. Ausweg und eine Plattform für ihre Gefühle verschafft ihr das Schreiben von Gedichten in ihrem Tagebuch, welches ihr Zwillingsbruder Xaver ihr geschenkt hat. Aber immer mehr hat sie das Gefühl, dass ihre Worte "raus" müssen, um sich selbst zu heilen und ihren eigenen Weg zu finden. "Ich habe das Gefühl, je mehr ich die Seiten verletze, umso schneller heilt etwas in mir." - Als in der Schule ein Slam-Poetry-Club eröffnet wird, sieht Xiomara ihre Chance, das Schweigen zu brechen und der Schulgemeinschaft und ihrer Familie ihre Gefühle in Gedichtform zu präsentieren. Und sie hat Erfolg und findet dadurch einen Weg, sich zu äußern und ihre Vorstellung vom Leben einer schwarzen jungen Frau auf der Schwelle zum Erwachsenwerden darzustellen. - Ein beachtenswerter Debütroman in lyrischer Prosa der bekannten US-Poetry-Slammerin Elizabeth Acevedo, der eindringlich die Ängste und Nöte, aber auch den Mut und die Kraft der Worte der jungen Protagonistin in einer besonderen Form transportiert. - Unbedingt lesenswert! Für Schreibwerkstätten mit Jugendlichen zum Thema Poetry-Slam ein schöner Einstieg.

Karin Steinfeld-Bartelt

Karin Steinfeld-Bartelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Poet X

Poet X

Elizabeth Acevedo ; aus dem Englischen von Leticia Wahl
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2019)

Rowohlt Rotfuchs ; 186
351 Seiten
kt.

MedienNr.: 928493
ISBN 978-3-499-00186-4
9783499001864
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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