Was ich liebte
Durch ein faszinierendes Gemälde wird Leo, Dozent für Kunstgeschichte, auf den Maler Bill Wechsler aufmerksam. Er kauft das Bild des mittellosen Künstlers und macht ihn in der Szene New Yorks bekannt. Die beiden freunden sich an und werden fast
gleichzeitig Vater. Matt und Mark, ihre Söhne, wachsen beinahe wie Geschwister auf. Als Matt während eines Ferienlagers tödlich verunglückt, verlieren Leo und seine Frau jeden Lebenssinn, trennen sich und es ist nur Bill und seiner Frau Violet zu verdanken, dass Leo nicht gänzlich den Boden unter den Füßen verliert. Mark, inzwischen ein Jugendlicher, bestiehlt Leo, und gleitet in die gewalttätige Drogenszene ab. Dies alles setzt Bill so sehr zu, dass seine künstlerische Arbeit darunter leidet, er wird depressiv und stirbt schließlich. Leo versucht Violet noch einige Zeit bei ihren Auseinandersetzungen mit Mark zu unterstützen. - Ein sehr melancholisches Buch über die Vergänglichkeit des Lebens, verpasste Chancen, unvorhergesehene Schicksalsschläge und über den Versuch, trotz allem immer wieder neu anzufangen. Empfehlenswert!
Josef Schnurrer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Was ich liebte
Siri Hustvedt ; Deutsch von Uli Aumüller [und einer weiteren]
Rowohlt-Taschenbuch-Verlag (2004)
rororo ; 23309
476 Seiten
kt.