Fiona - das tiefste Grab

Die toughe Ich-Erzählerin Fiona, Anfang 30, ist eine außergewöhnliche Ermittlerin, die mit Intelligenz, Hartnäckigkeit und unorthodoxen Methoden auf Mörderjagd geht. Sie litt und leidet manchmal noch an einer seltenen psychischen Fiona - das tiefste Grab Krankheit, bei der der eigene Körper wie tot erlebt wird. In diesem Fall geht es zunächst einmal um eine Archäologin, die enthauptet und mit Speerspitzen durchbohrt wurde. Bei ihren Nachforschungen stößt Fiona auf einen Zusammenhang mit dem Mythos um König Artus und dessen Schwert Excalibur, das auf dem Schwarzmarkt Millionen wert wäre. Gemeinsam mit der todkranken Archäologie-Studentin Katie wird Fiona selbst zu einer Artus-Expertin und entwickelt einen genialen und ungeahnt gefährlichen Plan. - Harry Bingham nimmt seine Leser/-innen mit auf eine Reise durch Wales, in die britisch-keltische Vergangenheit, die untrennbar mit der Artus-Sage verbunden ist. Einigen Fiona-Fans scheint das alles doch etwas "weit hergeholt" und die Auseinandersetzung mit früh-mittelalterlichen Quellen zu langatmig. Ich selbst habe diesen Roman ohne jede Vorkenntnis sehr gern gelesen. Er beinhaltet eine einfach toll erzählte, interessante, bis ins Detail durchdachte, in sich schlüssige und geistreiche Geschichte mit einer ziemlich "abgefahrenen" Heldin, die großen Eindruck macht (lt. Deutschlandfunk Kultur zählt "Das tiefste Grab" zu den 10 besten Krimis des Monats Oktober). Für Krimi-Liebhaber sowohl zum Einstieg als auch zur Fortsetzung der Reihe auf jeden Fall zu empfehlen.

Barbara Nüsgen-Schäfer

Barbara Nüsgen-Schäfer

rezensiert für den Borromäusverein.

Fiona - das tiefste Grab

Fiona - das tiefste Grab

Harry Bingham ; aus dem Englischen von Andrea O'Brien [und ein weiterer]
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2019)

rororo ; 27509
541 Seiten
kt.

MedienNr.: 599487
ISBN 978-3-499-27509-8
9783499275098
ca. 10,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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