Nibelungenfieber

Loch an der Rinnach ist eine verpennte Kleinstadt tief im Odenwald. Da kommt es den Bürgern des Kaffs gerade recht, dass nach einem Unwetter im Fluss ein seltsames goldenes Amulett gefunden wird. Sofort ist allen klar: Dies muss aus Nibelungenfieber dem sagenhaften Nibelungenschatz stammen, der vor Jahrhunderten, laut Nibelungenlied bei "Lôche in den Rhîn" versenkt wurde. Und die Honoratioren von Loch tun nun alles daran, um ihre Stadt - neben New York und Peking - zu der bedeutendsten Metropole der Welt zu machen. Man heuert einen amerikanischen Journalisten an (nicht wissend, dass dieser seit langem in Deutschland lebt und eher ein Loser ist), schreibt ein Nibelungenstück... Doch da sind natürlich bald Neider auf dem Plan, und die ganze Geschichte eskaliert. - Den beiden Autoren ist ein wunderbarer Satireroman auf deutsche Kleinstädterei und Spießigkeit gelungen, der ein riesiges Lesevergnügen bereitet. Ein Buch, bei dem garantiert jeder nach spätestens zehn Seiten zu lachen anfängt und bis zum Ende nicht mehr aufhört. Für alle Bestände sehr zu empfehlen.

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Nibelungenfieber

Nibelungenfieber

Eric T. Hansen und Astrid Ule
Scherz (2009)

462 S.
fest geb.

MedienNr.: 308714
ISBN 978-3-502-10187-1
9783502101871
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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