Das Paradies ist anderswo

Ernüchtert durch ihr eigenes Schicksal als uneheliches Kind begeistert sich Flora Tristan Anfang des 19. Jh. für sozialistische Gedanken. Sie reist durch Frankreich, kämpft für Arbeiter- und Frauenrechte. Selbst völlig verarmt, Das Paradies ist anderswo sucht Flora nach einiger Zeit Hilfe bei reichen peruanischen Verwandten. Sie wird herzlich aufgenommen, ihr rebellischer Geist zwingt Flora jedoch wieder zur Rückkehr in die Heimat. Ihr Enkel Paul Gauguin, der seine Großmutter nie kennenlernte, entdeckt nach einer Karriere als Börsenmakler sein Talent zum Malen. Er bricht aus den Konventionen aus, verlässt Frau und Kinder, schließt sich den Impressionisten an und sucht sein Paradies in der Südsee. Er schafft dort eindrucksvolle Kunstwerke, scheitert jedoch letztlich bei seiner Suche nach dem wahren, ursprünglichen Leben. - Der große peruanische Erzähler porträtiert hier zwei Menschen, die eine Vorstellung vom paradiesischen Zusammenleben in sich tragen, deren Träume und Umsetzungsversuche jedoch an den Realitäten zerbrechen. Sehr lesenswert. (Übers.: Elke Wehr)

Josef Schnurrer

Josef Schnurrer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Paradies ist anderswo

Das Paradies ist anderswo

Mario Vargas Llosa
Suhrkamp (2004)

492 S.
fest geb.

MedienNr.: 208017
ISBN 978-3-518-41600-6
9783518416006
ca. 24,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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