Eine Welt in den Händen

Die 20-jährige Paula ist unentschlossen was ihre berufliche Zukunft betrifft. Nach einem abgebrochenen Jurastudium und den gescheiterten Aufnahmeprüfungen an der Kunsthochschule reagieren ihre Eltern skeptisch, als sie verkündet, Eine Welt in den Händen dass sie in Brüssel die Kunst des Trompe-l'oeil - Dekorationsmalerei - lernen wird, unterstützen sie aber nach Kräften. Die WG in Brüssel teilt Paula mit Jonas, einem Mitschüler. Später schließt sich Karla an. Die drei jungen Leute, deren Arbeit im Atelier sie an ihre physischen Grenzen bringt, unterstützen sich gegenseitig und bleiben auch später in Verbindung. In der Kunstschule lernen sie die unterschiedlichsten Marmor-Arten und Hölzer zu kopieren, die fertige Malerei sieht dem Original täuschend ähnlich. Nach ihrem Abschluss führt Paula notgedrungen ein unstetes Leben, das sie von Auftrag zu Auftrag führt. Über Jonas gelangt sie an einen Auftrag, an der Nachbildung der Höhle von Lascaux mitzuarbeiten. Die Höhle, die seit 1963 für Besucher geschlossen ist, fasziniert Paula und sie arbeitet mit Begeisterung. Ihre Gedanken drehen sich immer häufiger um Jonas und die gemeinsame Zeit in Brüssel. - Aus beobachtender Perspektive zeigt die Autorin vor dem Hintergrund der Kunst der Illusionsmalerei, die jungen Jahre der Künstler, die ihren Platz im Leben suchen. Dabei bedient sie sich einer opulenten Sprache mit teils seitenlangen Sätzen. Ein Künstlerroman und ein Roman über das Erwachsenwerden.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Eine Welt in den Händen

Eine Welt in den Händen

Maylis de Kerangal ; aus dem Französischen von Andrea Spingler
Suhrkamp Verlag (2019)

269 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 914037
ISBN 978-3-518-42857-3
9783518428573
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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