Streulicht

Die 32-jährige Deniz Ohde ist mit ihrem Debütroman "Streulicht" völlig zu Recht für den Deutschen Buchpreis nominiert. Man muss sich ein bisschen einlesen in diese Geschichte, die einem die Augen öffnet über die Abgehängten Streulicht in unserer Gesellschaft. Wo fängt Diskriminierung an? Und wie sieht es aus mit der Chancengleichheit für jemanden wie die Ich-Erzählerin in Ohdes Roman, die einen Vater hat, der Schichtarbeiter und Alkoholiker ist, und eine Mutter, die aus der Türkei nach Deutschland kam? "Streulicht" erzählt von seelischen Verletzungen - zu Hause, in der Schule, im Freundeskreis, in der Universität - und von der Scham über den trinkenden Vater, das verwahrloste Zuhause, den frühen Schulabbruch. - Ein Buch, das lange nachklingt, dem man viele Leser wünscht und den Deutschen Buchpreis. Für alle Bestände geeignet, in denen nicht nur Unterhaltungsliteratur nachgefragt wird.

Katja Strippel

Katja Strippel

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Streulicht

Streulicht

Deniz Ohde
Suhrkamp (2020)

284 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 956692
ISBN 978-3-518-42963-1
9783518429631
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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