Das Böse denken

Ob es Naturkatastrophen wie das Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755 sind oder von Menschen verursachte wie Auschwitz und der 11. September 2001: Das Böse (die Übersetzung des englischen "evil") stößt den Menschen an die Das Böse denken Grenze seiner Vernunft. Das hilf- und ratlose "Warum?" ist die immer wiederkehrende Frage angesichts solcher Ereignisse. Hat das Böse einen Sinn? Die Autorin zeigt, dass von Leibniz und Rousseau über Kant, Hegel und Marx bis zu de Sade (!), Schopenhauer, Nietzsche und Freud (!) die Auseinandersetzung mit dieser Frage die Philosophie der Neuzeit geprägt hat, als den Versuch, das Böse in der Welt unter dem Ausschluss Gottes begreiflich zu machen - eine notwendigerweise verkürzte Form des Theodizee-Problems. - Das Buch ist gut lesbar, setzt aber grundlegende Kenntnisse der Philosophiegeschichte voraus. Für jeden lesenswert, der sich für philosophische Fragen interessiert.

Bernhard Huber

Bernhard Huber

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Böse denken

Das Böse denken

Susan Neiman
Suhrkamp (2004)

489 S.
fest geb.

MedienNr.: 209415
ISBN 978-3-518-58389-0
9783518583890
ca. 32,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ph
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