Karla, Sengül und das Fenster zur Welt

Karla ist traurig: Ihre Eltern haben sich gerade frisch getrennt, weil ihr Vater im Büro eine andere Frau kennengelernt hat. Gerade jetzt würde Karla gern viel Zeit mit ihrer besten Freundin Julia verbringen. Doch Karla und ihre Karla, Sengül und das Fenster zur Welt Mutter sind aus dem Reihenhaus aus- und in eine Hochhauswohnung eingezogen. Julia wohnt jetzt am anderen Ende der Stadt. Ein Lichtblick: Karla lernt Sengül kennen, die mit ihrer Familie auch im Hochhaus wohnt und Türkin ist. Aber in dieser Begegnung unterschiedlicher Kulturen stecken auch eine Menge Missverständnisse, die die beginnende Freundschaft fast im Keim ersticken. In der Beschreibung der türkischen Familie bedient sich Nikola Huppertz durchaus des einen oder anderen Klischees und Karla tappt in manch typisches Fettnäpfchen. Dennoch werden hier mit Scheidung und interkulturellem Dialog zwei wichtige Themen durchaus kindgerecht und lebendig aufgegriffen. Trotz dieser durchaus schwierigen Themen kommt das Buch nicht düster daher, sondern behält einen positiven Blick auf die Dinge und wartet auch mit komischen Szenen auf. Nebenher bietet sich noch die Möglichkeit, einige Worte Türkisch zu lernen. - Für alle Bestände empfehlenswert.

Rebecca Taubach

Rebecca Taubach

rezensiert für den Borromäusverein.

Karla, Sengül und das Fenster zur Welt

Karla, Sengül und das Fenster zur Welt

Nikola Huppertz
Gabriel (2009)

123 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 307294
ISBN 978-3-522-30183-1
9783522301831
ca. 8,90 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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