Griechische Begegnung

Nick Zakos, bayerischer Kriminalhauptkommissar mit griechischem Vater, ermittelt in einem brutalen Tötungsdelikt. Opfer ist eine Münchnerin, die einem Flüchtling aus Sierra Leone Deutschunterricht gab. Er rückt in den Fokus der Griechische Begegnung Ermittler, lebt inzwischen aber in Griechenland. Nick Zakos wird ausgeschickt, um ihn ausfindig zu machen. Die langwierige Suche führt den Kripobeamten zu verschiedenen Stätten, an denen Flüchtlinge legal und illegal leben oder von hilfsbereiten Griechen unterstützt werden. Durch Zufall stößt er auf den Gesuchten. Der ist über die Todesnachricht schwer erschüttert. Er soll nach München überstellt werden. Dabei flieht er und rennt in ein Fahrzeug. Der Afrikaner überlebt, und der Kommissar erfährt in langen Gesprächen von dessen Lebensumständen. Kurz vor der Anklage kommen die beiden auf ein Detail in den Ermittlungen, das die ganze Theorie der Kriminalpolizei über den Haufen wirft. - Überaus geschickt hat die Autorin den schnell entstehenden Verdacht, das parat stehende Vorurteil zum Ausgangspunkt ihrer Story gemacht. Nebenbei bringt sie auch Seitenblicke auf Entwicklungen in der griechischen Gesellschaft unaufdringlich unter. Der Krimi ist vielleicht nicht ganz die leichte Ferienlektüre, als welche ihn der Verlag anpreist, aber vom Thema her hochaktuell und sehr zu empfehlen.

Pauline Lindner

Pauline Lindner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Griechische Begegnung

Griechische Begegnung

Stella Bettermann
Ullstein (2016)

Ullstein-Taschenbuch ; 28655
269 S.
kt.

MedienNr.: 828848
ISBN 978-3-548-28655-6
9783548286556
ca. 9,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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