Die zweite Schwester

Zehn Jahre nach dem Verschwinden von Ellas Schwester Miranda fehlt von ihr jede Spur. Zusammen mit ihren Eltern zieht Ella Mirandas kurz vor ihrem Verschwinden geborenen Sohn Luke groß. Die Familie hat die Hoffnung immer noch nicht Die zweite Schwester aufgegeben, aber die Polizei zeigt wenig Interesse an weiteren Ermittlungen zum Verbleib Mirandas. Dabei gibt es so viele ungeklärte Fragen: Wie kommt es, dass es auf Mirandas PC Anzeichen gibt, dass sie im Darknet unterwegs war? Wer ist Lukes unbekannter Vater? Ist er derjenige, der Mirandas schöne Wohnung, ihre teuren Klamotten und ihr neues Auto finanziert hat? Ella hat das diffuse Gefühl, jemand beobachtet und verfolgt sie. Sie scheut trotzdem keine Gefahren, um das rätselhafte Schicksal ihrer Schwester aufzudecken. Sie besucht bei ihren Nachforschungen sogar einen brutalen Serienmörder in einer psychiatrischen Klinik. - Diese nervenkitzelnde Geschichte wird aus Ellas Perspektive erzählt, oft als innerer Dialog mit ihrer verschwundenen Schwester. Es kommt wenig Gewalt vor, die Spannung wird vor allem durch das - in Ellas Augen - befremdliche oder bedrohliche Verhalten von Personen in ihrer Umgebung erzeugt. Leider ahnt man schon am Anfang des Buches, wer der Täter sein könnte. Für einen Thriller ist das Ende ungewöhnlich hoffnungsvoll. Kendals erster Psycho-Thriller ("Du bist mein Tod", BP/mp 15/942), der viele Ähnlichkeiten mit dem vorliegenden Buch aufweist, wurde ein Bestseller. Überall möglich. (Übers.: Sybille Uplegger)

Maria Holgersson

Maria Holgersson

rezensiert für den Borromäusverein.

Die zweite Schwester

Die zweite Schwester

Claire Kendal
Ullstein (2018)

Ullstein Taschenbücher ; 29077
476 S.
kt.

MedienNr.: 596158
ISBN 978-3-548-29077-5
9783548290775
ca. 10,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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