Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

Sommer 1679. Magdalena Kuisl besucht mit ihrer Familie und ihrer Schwester ihren Vater Jakob in Schongau. Ihr Sohn Paul soll bei seinem Großvater und seinem Onkel Georg in die Lehre gehen und auch Scharfrichter werden. Peter, der Die Henkerstochter und der Fluch der Pest älteste Sohn von Magdalena und Simon, reist mit dem Kronprinz Max Emanuel nach Wien und soll von dort über Kaufbeuren nach Schongau nachkommen. Doch als die Pest ausbricht und einige Dörfer abgeriegelt werden, sitzt er fest. Seine Eltern suchen ihn in der Zwischenzeit in Kaufbeuren. Dort gibt es auch die ersten Pesttoten, aber es scheint, dass die Krankheit nicht weiter um sich greift. Nur einzelne Personen erkranken und sterben. Bald wird klar, dass dies kein Zufall ist. Nun beginnt die Familie Kuisl zu ermitteln. An unterschiedlichen Orten sind sie parallel unterwegs und tragen Stückchen für Stückchen eine unglaubliche Geschichte zusammen. Doch die Zeit drängt, da in Kaufbeuren das Tänzelfest bevorsteht und nicht abgesagt werden soll. - Nicht nur der Pestausbruch 50 Jahre zuvor, die Kluft zwischen Katholiken und Protestanten, sondern auch die Politik des Kronprinzen spielen eine nicht unerhebliche Rolle in diesem packenden Roman. Ein gelungener, bis zum Schluss spannender, historischer Krimi, der perfekt auch zur Situation in der Gegenwart passt. Auch für diejenigen, die die sieben Bände der Reihe (zul. "Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf", BP/mp 18/392) noch nicht kennen, auf jeden Fall empfehlenswert.

Angela Hagen

Angela Hagen

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

Oliver Pötzsch
Ullstein (2020)

ullstein ; 29196
725 Seiten : Karte
kt.

MedienNr.: 601177
ISBN 978-3-548-29196-3
9783548291963
ca. 10,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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