Das Vermächtnis der Spione

Alec Leamus war 1961 in Berlin als Agent des britischen Geheimdienstes im Einsatz. Einer seiner besten Spione im Osten, Karl Riemeck, wurde bei der Rückkehr in den Westen erschossen. Leamus glaubt an Verrat in höchsten Kreisen. Er Das Vermächtnis der Spione inszeniert eine Abkehr von seinem Dienst und erhält von Stasimitarbeitern das Angebot, als Doppelagent für den Osten zu arbeiten. Seine Freundin Liz Gold, eine naive Kommunistin, wird ebenfalls nach Ostdeutschland eingeladen. Sie geraten im Osten in die erbittert ausgetragenen Auseinandersetzungen der wichtigsten Stasioffiziere, Mundt und Fiedler. Leamus und Gold sollen zurück in den Westen geschleust werden, dabei werden sie an der Mauer erschossen. 50 Jahre später verklagen die Kinder von Leamus und Gold den britischen Geheimdienst. Sie wollen Aufklärung und auch Entschädigung für die Verbrechen an der Mauer, für die sie den Geheimdienst verantwortlich machen. - Wer die Geschichte von "Der Spion, der aus der Kälte kam" (Buch oder Film) kennt, tut sich beim Lesen dieser Art Aufarbeitung der damaligen Ereignisse zweifellos leichter. Angesichts vieler Rückblenden in verschiedene Zeitabläufe fällt es nicht leicht, den Überblick über die vielen Protagonisten und Abläufe zu behalten. Ansonsten sind aber Erzählweise und Stil des Autors wie ehedem. Für Freunde der Geschichten von le Carré ist dieser Roman eine hervorragende, späte Hommage für seine bisherigen Deutschland-Spionageromane. Breit einsetzbar. (Übers.: Peter Torberg)

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Vermächtnis der Spione

Das Vermächtnis der Spione

John le Carré
Ullstein (2017)

315 S.
fest geb.

MedienNr.: 592561
ISBN 978-3-550-05012-1
9783550050121
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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