Anderland

Der Tagesthemen-Moderator und ehemalige USA-Korrespondent der ARD versucht mit diesem Buch, seine These zu belegen, die USA seien durch die Präsidentschaft Trumps ein grundlegend anderes Land geworden. Er möchte bei seiner deutschen Anderland Leserschaft das Bewusstsein für die Andersartigkeit der USA schärfen, angesichts der vorherrschenden Meinung in Deutschland, man würde die USA kennen. Dazu betrachtet er das Phänomen Trump näher. Er beschreibt den befremdlichen US-Wahlkampf 2016, sowie das erste Jahr der Trump-Präsidentschaft, wie er mit seiner Politik, seinem Verhalten und seiner Sprache das Land gespalten hat. Dazu hat Zamperoni u.a. Trumps Wähler in den Bundesstaaten besucht, die sich schon lange nicht mehr von der offiziellen Politik in Washington vertreten und dort gehört fühlten. Dabei geht er dem Phänomen nach, dass Trumps Anhänger noch immer an ihn glauben. Zamperoni kommt zu dem Schluss, dass Trump nicht die Ursache, sondern ein Symptom für die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft ist. - Für sein Buch konnte Zamperoni das Land nach seiner Korrespondentenzeit noch einmal besuchen und mit den Menschen reden. Informativ vermittelt Zamperoni einen Einblick in ein Land, das uns ein Stück fremder geworden ist.

Helmut Lenz

Helmut Lenz

rezensiert für den Borromäusverein.

Anderland

Anderland

Ingo Zamperoni
Ullstein (2018)

205 S.
fest geb.

MedienNr.: 594084
ISBN 978-3-550-05050-3
9783550050503
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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