Sophie auf den Dächern

Sophies Mutter gilt als tot, ertrunken bei einem Schiffsunglück auf dem Ärmelkanal. Sophie selbst überlebte, als Baby in einem Cellokasten schwimmend, und wohnt seitdem bei dem liebenswerten Eigenbrötler Charles Maxim, der sie Sophie auf den Dächern damals gerettet hat. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit behauptet Sophie, sich genau an ihre Mutter und deren wunderschönes Cellospiel erinnern zu können und ist zudem fest davon überzeugt, dass die Mutter noch lebt. Als das Mädchen zwölf Jahre alt wird, droht das Jugendamt damit, Charles die Vormundschaft zu entziehen und Sophie in ein Waisenhaus zu schicken. Charles und Sophie fliehen auf abenteuerliche Weise nach Paris. Vielleicht ist die Plakette im Cellokasten ja eine Spur. In Paris lernt Sophie den geheimnisvollen Matteo kennen, der wie ein paar andere Kinder auch auf den Dächern wohnt und der sich bereit erklärt, bei der wenig erfolgversprechenden Suche zu helfen. Eine aufregende Zeit über den Dächern von Paris beginnt, und irgendwann hört Sophie tatsächlich eine merkwürdig vertraute Melodie. - Ein Waisenkind auf der Suche nach seinen Wurzeln ist kein wirklich seltenes Thema für ein Kinderbuch. Was diesen anrührend geschriebenen Roman so besonders macht, ist nicht nur die geheimnisumwitterte Herkunft der Heldin und der interessante Schauplatz hoch über Paris, sondern vor allem die Kunst der Autorin, lebendige, liebenswerte und ganz und gar ungewöhnliche Charaktere zu erfinden, denen man gerne beim Leben zuschaut. Sehr zu empfehlen.

Angelika Rockenbach

Angelika Rockenbach

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Sophie auf den Dächern

Sophie auf den Dächern

[Katherine Rundell]
Carlsen (2015)

251 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 582128
ISBN 978-3-551-58319-2
9783551583192
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 11
Systematik: K
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