Joe Shuster

Im Mittelpunkt dieser Graphic Novel steht das Lebensschicksal von Joe Shuster, Sohn jüdischer Einwanderer aus Osteuropa, der in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts als junger Zeichner in den USA versucht, auf dem aufblühenden Comicmarkt Joe Shuster Fuß zu fassen. Zusammen mit seinem Schulfreund Jerry Siegel, der die Texte zu den Stories liefert, werden die beiden immer wieder mit ihren Geschichten und Figuren abgewiesen, bis endlich 1938 ihre erste Superman-Erzählung in einem Comicheft abgedruckt und rasch zu einem grandiosen Erfolg wird. Fortan haben sie ein bescheidenes Einkommen. 1948 scheitern sie jedoch mit ihrer Klage, die Verträge mit dem Verlag so abzuändern, dass sie stärker von dem Erfolg profitieren. Damit verlieren sie alle Rechte an ihrer künstlerischen Schöpfung und in der Folgezeit verarmt Joe Shuster. - Diese Bilderzählung setzt unterhaltsam und an den Fakten orientiert ein Kernstück der amerikanischen Comicgeschichte in Szene und zeigt einmal mehr, dass oftmals nicht die Schöpfer einer großartigen Idee diejenigen sind, die damit Geld verdienen können. Eine nicht nur für Fans der amerikanischen Superhelden und Nutzerinnen und Nutzer, die ein Faible für die Geschichte der neunten Kunst haben, interessante Story. Ab mittleren Beständen empfohlen.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Joe Shuster

Joe Shuster

Julian Voloj. Thomas Campi - Zeichner
Carlsen (2018)

graphic novel
165 S. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 585863
ISBN 978-3-551-76920-6
9783551769206
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ku
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: