Die Hundeesser von Svinia

Der Salzburger Publizist widmet seit Jahren schon dem vergessenen Europa in den Randzonen des Kontinents seine besondere Aufmerksamkeit. Jetzt hat er eine der ärmsten Gegenden Europas besucht, die Ostslowakei und ihre von allen an Die Hundeesser von Svinia den Rand gedrängten Bewohner. Auf sie, die weit verzweigten Roma-Familien, kann man als 'zivilisierter Europäer' alle nur erdenklichen Vorurteile abwerfen: Sie klauen wie die Raben, sind schmutzig und "essen sogar Hunde". Gauss will mit seiner Reportage nicht einfach das Gegenteil behaupten, aber er sucht auch nach Gründen für diese Verelendung im Osten eines der neuen EU-Länder. An der von ihm geschilderten, oft unvorstellbaren armen Realität in den Roma-Slums zerschellen unsere oft so naiven Ideen von 'Multi-Kulti' und einem hell glänzenden Europa. - Diese aufwühlenden Reportagen gehen einem nicht mehr aus dem Kopf, wenn man vom 'Neuen Europa' spricht. Allen Büchereien sehr empfohlen.

Carl Wilhelm Macke

Carl Wilhelm Macke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Hundeesser von Svinia

Die Hundeesser von Svinia

Karl-Markus Gauß
Zsolnay (2004)

114 S.
fest geb.

MedienNr.: 209371
ISBN 978-3-552-05292-5
9783552052925
ca. 14,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Er, So
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