Das Buch vom Süden

Im Wien der 50er Jahre lebt Julian Passauer mit Vater und Mutter im Schloss Schönbrunn. Zum genauen Beobachten und Sinnieren wird er inspiriert von der Natur und den skurrilen Freunden der Eltern, allen voran Graf Eltz, der ihm ein Das Buch vom Süden Lebensratgeber ist. Der Vater, ein gutherziger, von Traurigkeit geprägter Mensch, sehnt sich nach dem seit 1918 für Österreich verlorenen Süden. Die Mutter ist eine phantasiebegabte, lebensfrohe Frau. In dieser Umgebung wächst Julian zu einem außergewöhnlichen Mann heran. Die Leichtigkeit des Südens lernt er kennen durch eine Schiffsreise rund um Afrika, ein Geschenk des Vaters zur bestandenen Matura. In den darauf folgenden Jahren bricht Julian ein Philosophiestudium ab, wählt den Süden als neue Heimat und reist sehr erfolgreich als Kartenspieler von Ort zu Ort. Durch eine Gaunerei, bei der alle Beteiligten Vorteile ziehen, erwirbt er schließlich eine Villa am Gardasee und lebt dort als "fleißiger Taugenichts", immer auf der Suche nach dem vollkommenen Süden, sein Synonym für das Glück. - André Heller hat mit Julian Passauer eine geistvolle, genügsame Figur geschaffen. Ein Lebenskünstler, der abseits der Norm zu einem erfüllten, aber auch von Schwermut gezeichneten Leben findet. Surreale Träumereien, zauberhafte Frauen und die Natur bestimmen Julians Welt. Die farbige, bildhafte Sprache schafft eine geruhsame Atmosphäre. Allen Büchereien warm empfohlen.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Buch vom Süden

Das Buch vom Süden

André Heller
Zsolnay (2016)

334 S.
fest geb.

MedienNr.: 585680
ISBN 978-3-552-05775-3
9783552057753
ca. 24,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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