Mein erster Mörder

Vladimir Vertlib vermittelt in diesem Band drei Schicksale, die von der Herrschaft der Nationalsozialisten geprägt worden sind. "Mein erster Mörder" ist die beklemmende Geschichte eines Mannes, der scheinbar aus heiterem Mein erster Mörder Himmel zum Mörder wurde. Der Schlüssel zu dieser Tat scheint in der Lebensgeschichte dieses Mannes zu liegen, jedenfalls glaubt er das. In "Ein schöner Bastard" erzählt eine Frau von ihrem Vater, der zwischen Religionen und Regimes pendelte, um seiner Familie das Überleben zu sichern. Die letzte Geschichte erzählt Vertlib vor dem biographischen Hintergrund des Malers R. Haller. Darin schildert er den verzweifelten Versuch zweier Freunde, der Wehrpflicht im Zweiten Weltkrieg zu entkommen. Vertlib schreibt unaufgeregt und nüchtern-distanziert, gerade deshalb kommt man den Lebensläufen sehr nahe. Ein anspruchsvolles Buch für literarisch interessierte Leser. Für ausgebaute Bestände.

Frank Müller

Frank Müller

rezensiert für den Borromäusverein.

Mein erster Mörder

Mein erster Mörder

Vladimir Vertlib
Deuticke (2006)

252 S.
fest geb.

MedienNr.: 551420
ISBN 978-3-552-06031-9
9783552060319
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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