Warum tötest Du, Zaid?

Bei seinen Reisen durch den Irak in den vergangenen Jahren besuchte Jürgen Todenhöfer (von 1972 bis 1990 Bundestagsabgeordneter) nicht die von den US-Streitkräften kontrollierten und abgeschirmten Dörfer, sondern er besuchte irakische Warum tötest Du, Zaid? Dörfer ohne Schutz. So bekommt der Leser die andere Seite der Berichterstattung, nicht das, was den Journalisten vorgesetzt wird, sondern das, was aus dem eigenen Erleben und den Erzählungen der Widerstandskämpfer resultiert. Todenhöfer trifft den 22-jährigen Zaid, der in diesem unsinnigen Krieg fast alles verloren hat. Er hat sich, wie die Mehrheit der irakischen Bevölkerung, dem Widerstand angeschlossen. Er erzählt seine erschütternde Geschichte, die irgendwie auch die Geschichte seines Landes widerspiegelt. Sehr deutlich wird, dass der Autor voll Zorn die Angriffskriege, aber auch das Morden durch Terroristen verurteilt. Das Buch ist sehr lebendig im Erzählstil geschrieben und beeindruckt, interessant ist auch die Gegenüberstellung von Zitaten aus der Bibel und dem Koran. - Für alle zeitgeschichtlich interessierten Leser sehr empfohlen.

Gerd Fleder

Gerd Fleder

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Warum tötest Du, Zaid?

Warum tötest Du, Zaid?

Jürgen Todenhöfer
C. Bertelsmann (2008)

335, [40] S. : Ill. (überw. farb.), Kt.
fest geb.

MedienNr.: 289031
ISBN 978-3-570-01022-8
9783570010228
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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