West of Liberty

Der Mitfünfziger Ludwig Licht war in den 1980er Jahren Stasimitarbeiter und schon einige Jahre vor dem Fall der Mauer Doppelagent. Er hatte sich der CIA angedient. Nach der Wende wurde es schwierig für den eher labilen Licht. Im West of Liberty Berliner Westen versucht er sich mit wenig Erfolg als Gastronom, Schulden bei einem Geldverleiher machen ihm zusätzliche Probleme. Deshalb ist er nach wie vor gelegentlich für die CIA tätig. Sein neuester Auftrag: Er soll eine Amerikanerin namens Faye Morris bewachen, die als Anwältin für die Whistleblower-Organisation Hydraleaks und deren zwielichtigen Kopf Lucien Gell tätig ist. Gell ist seit einiger Zeit untergetaucht. Licht bekommt heraus, dass sich Gell in der syrischen Botschaft versteckt hält, was die Angelegenheit verkompliziert, und Morris hält entscheidende Informationen zurück. Zusammen mit Clive Berner, dem Stationschef der CIA in Berlin, werden syrische Freiheitskämpfer zu einem Überfall auf die Botschaft überredet. Licht ist auch dabei und muss erleben, dass die Aktion aus dem Ruder läuft. - Eine Spionage- und Agentengeschichte der Gegenwart mit Bezügen auf die Zeit vor 1989 mutet erstmal etwas aus der Zeit gefallen an. Aber so gekonnt wie der Autor die Handlung anlegt, ist das ein interessantes und vor allem spannendes Buch. Der erste Teil einer auf vier Bände angelegten Serie gefällt bestimmt vielen Lesern und ist in allen Büchereien gut einsetzbar. (Übers: Lotta Rüegger und Holger Wolandt)

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

West of Liberty

West of Liberty

Thomas Engström
Bertelsmann (2019)

315 S.
kt.

MedienNr.: 912358
ISBN 978-3-570-10301-2
9783570103012
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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