South of Hell

Licht hat wieder einmal eine üble Sauftour hinter sich; er ist demoralisiert, hat Schulden und hadert mit sich und der Umwelt. Da kommt ihm eine Anfrage des ehemaligen CIA-Mitarbeiters in Berlin, Clive Berner, gerade recht. Licht South of Hell soll gegen ein fürstliches Honorar Ron Harriman, ehemals US-Botschafter in Berlin, bei den Wahlen für das Repräsentantenhaus helfen. Dabei geht es vordringlich um den Tod eines Sechzehnjährigen, dessen Leiche in einem Motel aufgefunden wurde. Ein Abschiedsbrief suggeriert, Harriman hätte ihn in den Selbstmord getrieben. Dieser bestreitet jede Schuld. Zu vermuten ist eine üble Kampagne seiner republikanischen Kontrahentin Gwen Heart. Und da ist noch Melvin Klace, eine immens reiche, undurchschaubare Persönlichkeit. Licht schafft es als Undercovermann, sich Zugang zum Umfeld von Klace zu verschaffen. Er bekommt aber erst spät mit, worum es tatsächlich geht ... - In diesem zweiten Band der auf vier Teile angelegten Serie um den ehemaligen Stasi-Doppelagenten Ludwig Licht (Bd. 1 s. BP/mp 19/903) spielt die Handlung in den USA. Die Figur Klace wird als ein irrationaler Rassist, Antisemit, Sektenführer dargestellt. Licht ist gewitzt, brutal, wenn nötig, und mit seiner Chuzpe besteht er all die zahlreichen Gefahrensituationen. Es ist wieder eine gut lesbare Geschichte; wer Spannungsliteratur sucht und sich durch manch eher kaum nachvollziehbare Punkte nicht irritieren lässt, wird Gefallen an dem Thriller finden.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

South of Hell

South of Hell

Thomas Engström ; aus dem Schwedischen von Lotta Rüegger [und einem weiteren]
C. Bertelsmann (2019)

379 Seiten
kt.

MedienNr.: 928914
ISBN 978-3-570-10302-9
9783570103029
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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