Was Demenz uns über die Liebe sagt

"Wir sind die erste Generation, die sich wirklich bewusst mit dem Thema Demenz auseinandersetzt", schreibt die bekannte englische Schriftstellerin Nicci Gerrard im Vorwort. Mit ihrem Mann Sean French veröffentlicht sie Bücher unter Was Demenz uns über die Liebe sagt dem Pseudonym Nicci French. Je älter die Menschen werden, umso häufiger erkranken sie an der schleichenden Krankheit, die als eine "Geißel unserer Zeit" bezeichnet werden kann. Gerrard schreibt über die Demenz ihres Vaters, den unmerklichen, schleichenden Beginn seiner Krankheit, die Stadien des Verlusts des Erinnerungsvermögens, die "grausame Demontage des Selbst" bis zu seinem Tod. Zu den notwendigen Krankenhaus- und Heimaufenthalten äußert sie: "Zwischen pflegerischer Versorgung und einfühlsamer Pflege liegt ein tiefer Abgrund". Dieser ist praktisch nur durch die Angehörigen zu schließen, die ein Gefühl von Zuwendung, Geborgenheit und Liebe vermitteln können. Gerrard berichtet von ihren Erinnerungen an den Vater, flicht Zitate aus der Literatur und philosophische Betrachtungen in den Text ein, der nicht nur durch seine Sprache, sondern auch seine Wärme und Mitgefühl beeindruckt. Allen Büchereien zu empfehlen.

Michael Mücke

Michael Mücke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Was Demenz uns über die Liebe sagt

Was Demenz uns über die Liebe sagt

Nicci Gerrard ; aus dem Englischen von Maria Andreas
C. Bertelsmann (2021)

316 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 973829
ISBN 978-3-570-10417-0
9783570104170
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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