Unsere Kinder

Aus Sorge um die Zukunft der Kinder entwerfen Reimer Gronemeyer und Michaela Fink ein Szenario, in dem Menschen ihre Fähigkeit zur Gestaltung einer wärmenden, sozialen Gemeinschaft wiederentdecken. Fink und Gronemeyer sind überzeugt, Unsere Kinder dass die zukünftige Generation gegen Ressourcen-Raubbau kämpfen muss, gegen die "Zwangsidee des Wachstums", für einen Bruch mit Konsum und ein neues Miteinander in einer gemeinsamen Welt. Die Folgen des Kolonialismus, digitale Medien, gesellschaftliche Veränderungen sind zu bewältigen und ein neuer bescheidener Lebensstil auf Gemeinschaftlichkeit über die Erdteile hinweg ist nötig. Afrika darf nicht länger unter Klimafolgen leiden, die die Industrieländer verursacht haben. Wohlstand wird eine andere Verteilung erfahren. Liebe, im Sinne auch von 'caritas' - Nächstenliebe - ist erforderlich, "sich der individualisierten Kälte" (S. 29) zu entziehen.- Wie heutige 'Hydrokulturkinder' - ohne Erdung, zum Wachstum gepusht - die Stärke zur Bewältigung der gesellschaftlichen Anforderungen entwickeln, davon ist in dem Buch unter Aspekten wie Bildung, Gesundheit, Toleranz u.a. die Rede; den Soziologen und Afrika-Forschern ist dabei die Einbeziehung des Kontinents wichtig. - Sozialkritisch, polarisierend, stellenweise düster mahnend, doch mit positivem Blick in die Zukunft, provokant, auch schon mal vage formulierend, doch durchgehend beeindruckend. Liest man mit einem offenen Blick, erreicht einen ein 'Pfingsterlebnis', von dem im Text die Rede ist: der Augenblick der Erleuchtung, der Erkenntnis. Ab größeren Beständen.

Karola Bartel

Karola Bartel

rezensiert für den Borromäusverein.

Unsere Kinder

Unsere Kinder

Reimer Gronemeyer ; Michaela Fink
Gütersloher Verl.-Haus (2016)

239 S.
fest geb.

MedienNr.: 585212
ISBN 978-3-579-08928-7
9783579089287
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Pä
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